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Elisabeth Koblitz

Ellis Saturday-Morning-Report Vol. 18

Ellis Saturday-Morning Report Vol. 18

Ellis Saturday-Morning Report

Guten Morgen, liebe News-Crew!

Es ist Samstagmorgen – höchste Zeit, wieder Ordnung ins News-Chaos zu bringen.

Doch bevor ich das tue, muss ich nochmal ein paar Worte zu unserer spontanen "NEWSiversum"-Tasse-Kaufaktion loswerden…???☕️

Denn eure Reaktionen darauf haben mich komplett von den Socken gehauen. Am Wochenende hatte ich per WhatsApp angekündigt, dass es bald unsere eigene NEWSiversum „Oben-ohne“-Tasse gibt – und wollte von euch nur kurz Feedback einholen, in welcher Farbe sie lasiert werden soll…

Ja und dann stand mein Telefon nicht mehr still.?? Lauter begeisterte WhatsApp-Nachrichten von der News-Crew trudelten im Minutentakt bei mir ein.

Eigentlich sollte die Tasse frühestens im November im neuen Online-Shop erhältlich sein. Aber euer euphorisches Feedback hat das ganze Team am Wochenende zu einem spontanen Extra-Einsatz motiviert. Und so konnten wir einen Vorverkauf über den Feiertag anbieten.

Viele aus der News-Crew haben im Laufe des 24-stündigen "Pre-Sales" zugegriffen und freuen sich auf unsere erste Crew-Tasse. Direkt am Mittwoch hat der Produzent Bescheid bekommen – und jetzt hoffe ich sehr, dass die Tassen schnell produziert und geliefert werden, sodass wir sie hier in Hamburg schnell verpacken und euch schicken können…

Mich haben auch schon ein paar Nachrichten von Enttäuschten erreicht, die das Bestellfenster verpasst haben. Leider konnte ich anschließend keine weiteren Bestellungen mehr aufnehmen. Aber: bitte lasst den Kopf nicht hängen… denn Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. 😉 Wenn alles gut geht, können wir Euch die Tasse im November in meinem kleinen Crew-Shop anbieten. Und um noch eine Frage zu beantworten: Ja! Dann könnt ihr auch mehr als eine Tasse bestellen. 😉 Das war im Vorverkauf nicht möglich. 😉

So, jetzt schauen wir aber mal schleunigst auf das, was diese Woche wirklich wichtig war.

Kaffee in die Hand und auf gehts. 

Hier kannst du den ESMR Vol. 18 als Podcast hören:

Was diese Woche wichtig war:

1. Aufregung in der AfD: Gab es wirklich einen Angriff und Bedrohungen gegen die AfD-Spitze Chrupalla und Weidel? Das ist, was wir wissen:

Die Nachricht verbreitete sich vor allem auf Social Media wie ein Lauffeuer: Am Mittwoch soll AfD-Chef Tino Chrupalla bei einem Wahlkampfauftritt im bayerischen Ingolstadt übel geworden sein. Zudem habe er Schmerzen im Oberarm gespürt. Er wurde zunächst medizinisch versorgt und kurze Zeit später in ein Krankenhaus eingeliefert. Die AfD spricht von einem  “tätlichen Vorfall” gegen den AfD-Vize Tino Chrupalla. 

In Windeseile machten wilde Spekulationen die Runde. Auf einschlägigen Portalen und Kanälen, die der AfD nahe stehen, hieß es, dass es sich um einen Angriff mit einer Spritze gehandelt haben soll.  Kurz nachdem der Co-Parteichef ins Krankenhaus gefahren wurde, betrat Katrin Ebner-Steiner von der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag die Bühne: “Eben wurde es bestätigt. Auf Tino Chrupalla wurde hier an diesem Ort ein tätlicher Angriff getätigt. So gehen diese Leute mit unseren Politikern um. (…) Merkel, Söder und Konsorten haben das alles zu verantworten und wir werden ihnen am 8.10. einen Denkzettel verpassen, dass sie sich so schnell nicht mehr erholen.”

Dass der Co-Parteichef ins Krankenhaus eingeliefert wurde, bestätigten auch Polizei und Staatsanwaltschaft. Dort wurde eine “oberflächliche Rötung / Schwellung” festgestellt, weitere Untersuchungen sollen unauffällige Befunde ergeben haben. Es wurden Blutproben entnommen und die Kleidung, die Chrupalla bei der Veranstaltung getragen hat, wurde ebenfalls untersucht, um herauszufinden, ob Chrupalla tatsächlich mit einer Spritze angegriffen wurde.

Gestern Nachmittag gab die Staatsanwaltschaft dann die Ergebnisse bekannt: Sowohl bei den Untersuchungen des Klinikums Ingolstadt als auch bei der toxikologischen Untersuchung seien keine verdächtigen Substanzen festgestellt worden. 

Kurz vorher zitierten verschiedene Medien aus dem vorläufigen Arztbrief, den ihnen das Büro des Politikers zur Einsicht zur Verfügung gestellt hatte. Daraus ging hervor, dass bei der körperlichen Untersuchung ein Nadelstich festgestellt wurde, an anderer Stelle ist von einer „Infektion mit unklarer Substanz“ die Rede (vermutlich ein Tippfehler und gemeint war Injektion). Laut FAZ würde inzwischen die Polizei den behandelnden Arzt zu den Angaben in dem Brief befragen. Demzufolge handelt es sich bei dem Wort „Nadelstich“ um eine Beschreibung der Hautstelle, die gestützt ist auf die Aussagen Chrupallas. Es ist also in dem Sinne keine eigene, ärztliche Feststellung von Tatsachen.

Am Donnerstag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt: “Es liegen zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Erkenntnisse vor, dass Herr Chrupalla angegangen oder angegriffen wurde.“  Zeugenaussagen, wie beispielsweise von seinen Personenschützern ergaben, dass ein körperlicher Angriff oder der gewaltsame Einsatz einer Spritze nicht bestätigt werden konnte. Die Ermittlungen laufen weiter; die Staatsanwaltschaft Ingolstadt bestätigte, dass ein Verfahren wegen des Verdachts auf Körperverletzung gegen “Unbekannt” eingeleitet wurde. Die Sprecherin betonte: “Dass heißt auch, dass wir im Augenblick ermitteln, ob überhaupt ein Angriff stattgefunden hat.” Auch die befragten Zeugen und Herr Chrupalla haben “keine Angaben darüber gemacht, dass hier irgendwelche auffälligen Handlungen stattgefunden haben. Die Zeugen haben keinen Angriff beobachtet.”  

Die Meldung zu Chrupallas Krankenhausaufenthalt – und dessen mutmaßlicher Ursache – kam einen Tag nachdem seine Co-Chefin Alice Weidel einen Wahlkampfauftritt abgesagt hatte. Bei der Veranstaltung am 3. Oktober wurde sie stattdessen per Video zugeschaltet. Auf der Bühne sprach Norbert Kleinwächter, stellv. Vorsitzender der AfD Bundestagsfraktion, der berichtete, dass Weidel nicht an der Veranstaltung teilnehmen könne, da sie seit Tagen in einem “Safehouse” sei: “Sie wurde von zu Hause evakuiert, in ein Safehouse gebracht und kann das Haus nicht verlassen.”

Ein Sprecher bestätigte lediglich die Tatsache, dass Weidel mit ihrer Familie „am vorletzten Wochenende“ (23. September) aus ihrer Wohnung in der Schweiz an einen “sicheren Ort” gebracht wurde, „da sich Hinweise verdichtet hatten, die auf einen Anschlag auf ihre Familie hindeuteten“.

Auch die Schweizer Polizei bestätigte, dass es am besagten Tag einen Polizeieinsatz gegeben habe, machte aber keine Angaben zur Art des Einsatzes.

Laut ZDF sei Weidel mit der Familie dann nur eine Nacht in einem Hotel geblieben. Die darauffolgende Woche war Alice Weidel auch wie gewohnt wieder in Berlin im Bundestag gewesen.

Die Aussage von Kleinwächter am 3. Oktober auf der Veranstaltung ist also falsch.

Weidels Sprecher bestätigte dagegen die Informationen des SPIEGEL, dass der tatsächliche Aufenthaltsort der Co-Chefin am Tag der Deutschen Einheit nicht ein Safehouse war, sondern die Insel Mallorca. Dort macht sie seit vergangenem Sonntag mit ihrer Lebensgefährtin und ihren Kindern Urlaub:  „Man kann sich wahrscheinlich schwer vorstellen, was es mit einer Familie macht, wenn man unter Polizeischutz sein Zuhause verlassen muss.“ Das habe Weidel dazu bewogen, „einige Tage mit ihrer Familie in Ruhe und relativer Abgeschiedenheit zu verbringen.”

Übrigens, das Bundeskriminalamt, das für den Personenschutz von Bundespolitiker:innen zuständig ist, gab in einem Statement bekannt: “Die Absage der Teilnahme an der gestrigen Veranstaltung durch Alice Weidel geschah nicht auf Veranlassung oder Empfehlung des BKA.“

Und, gibt es Stimmen aus der Politik? Vor allem zum Fall Chrupalla gibt es einige Reaktionen, die unterschiedlich ausfallen:

Während Cem Özedmir (Die Grünen) auf X (ehemals Twitter) Tino Chrupalla gute Besserung wünscht und betont, dass die Demokratie davon lebe, dass man sich gewaltfrei begegnet, äußert sich Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) deutlich mißtrauisch. Er halte es für „erschreckend, wie infam und hinterfotzig die AfD im Landtagswahlkampf versucht, aus den Vorfällen bei ihrer eigenen Klientel Kapital zu schlagen, ohne die Ermittlungen abzuwarten.“

Die Ermittlungen laufen, die Spekulationen leider auch. Denn: noch viele Fragen bleiben offen. Eines steht jedoch fest: Morgen wird in Bayern und Hessen ein neuer Landtag gewählt.

2. Gefährlicher Hype um Abnehmspritze

Abnehmen – mit einer Spritze. Klingt für viele verlockend. Diese sogenannte Abnehmspritze der dänischen Firma Novo Nordisk hat einen echten Hype ausgelöst: Endlich die nervigen Extrakilos loswerden. Und das ganz ohne Sport und lästiges Fasten oder Verzichten. Einfach die Spritze in den Körper rammen – und den Zauber wirken lassen.

Das Mittel, das da Wunder wirken soll, ist der Wirkstoff Semaglutid, der eigentlich in Medikamenten gegen Diabetes vorkommt. Semaglutid hemmt den Appetit und ermöglicht so eine deutliche Gewichtsabnahme, angeblich durchschnittlich etwa 15 Prozent des Körpergewichts.

Viele Prominente und Influencer:innen schwören auf die "Abnehmspritze" und so hat sich binnen kurzer Zeit ein regelrechter Run auf das Medikament entwickelt.

Doch nun kam heraus, dass die Firma Novo Nordisk, die den Wirkstoff herstellt, massives Marketing rund um die Spritze betreibt – und dabei auch Deutschlands Mediziner einspannt. Recherchen von NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung zeigen, dass Novo Nordisk hohe Summen an Ärzt:innen und Organisationen zahlte. Alleine in Großbritannien waren es laut den Recherchen 22 Millionen britische Pfund – unter anderem investiert in Fortbildungen für medizinisches Personal. Der Verband der britischen Pharmaindustrie kritisierte das scharf und warf der Firma „schwere Verstöße gegen den Kodex der Branche“ vor. Bei den Veranstaltungen habe es sich im Grunde genommen um eine verschleierte "groß angelegte Werbekampagne" gehandelt, führte der Verband weiter aus. Werben für ein Medikament? Das ist eigentlich verboten.

In den USA flossen laut den Recherchen rund 9 Millionen US-Dollar und in Deutschland spendete Novo Nordisk 1,1 Millionen Euro an verschiedene Organisationen – darunter die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) und zahlte weitere 2,35 Millionen Euro für das Sponsoring von Veranstaltungen und Kongressen. Die Frage nach einem Interessenkonflikt verneinen die Vorstände der DAG. Aber kann das stimmen?

Drei von fünf DAG-Vorstandsmitgliedern stehen laut SZ auf der Referentenliste der dänischen Firma. So auch der DAG-Vorsitzende Jens Aberle, der von Novo Nordisk Honorare für Schulungen von medizinischem Personal erhielt, ohne diese transparent zu machen. Nun fordert er, dass die Abnehmspritze von den Krankenkassen bezahlt wird.

Zumindest für eine lohnt sich das Marketing: Für die Herstellerfirma. Novo Nordisk sei zwischenzeitlich zum wertvollsten Unternehmen Europas aufgestiegen, schreibt die Süddeutsche.

Und das, obwohl die Nebenwirkungen der Substanz nicht abschließend geklärt seien. Neben Übelkeit und Kopfschmerzen warnen Ärzt:innen vor Entzündungen der Bauchspeicheldrüse. Zudem würde bei der Bewerbung des Wirkstoffs eine entscheidende Information vernachlässigt: Der Gewichtsverlust hält nämlich nur so lange an, wie der Wirkstoff gespritzt wird. So fasste es Markus Grill, Chefreporter der Investigativressorts von NDR und WDR und langjähriger Kenner der Pharmabranche, in der Tagesschau zusammen.

Übrigens: Die steigende Nachfrage nach Semaglutid als Schlankheitsmittel führte zudem zu Lieferengpässen bei Diabetiker:innen. In manchen Stadtteilen Hamburgs war der Wirkstoff zeitweise gar nicht mehr verfügbar. Ziemlich absurd, oder? Wie denkst du über die Abnehmspritze? Und wem würdest du vertrauen bei deiner Frage nach Risiken und Nebenwirkungen?

Einen ausführlichen Bericht findet ihr hier: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/abnehmspritze-wegovy-novo-nordisk-interessenskonflikte-1.6272938

3. Historisches Chaos – nach Revolte des rechten Flügels der republikanischen Partei wird der Chef des US-Repräsentantenhauses abgewählt. Was der Sturz McCarthys bedeutet

Unter der Kuppel des Kapitols in Washington, D.C. hat sich schon so manches Polit-Drama abgespielt, auch vor den besonders turbulenten Trump-Jahren. Was sich aber am vergangenen Dienstag vor laufenden Live-Kameras im ehrwürdigen Repräsentantenhaus zutrug, ließ selbst hartgesottene Beobachter vorübergehend die Sprache verlieren. Denn am Ende einer schmachvollen Abstimmung wurde Kevin McCarthy (58) aus dem Amt gejagt. Der Speaker (Vorsitzende) der 435 Abgeordnete zählenden Parlamentskammer war trotz knapper Mehrheit seiner Republikaner gestürzt worden – und betrieben hatten das nicht etwa die Demokraten.

Vielmehr steckten erzkonservative Republikaner vom radikalen rechten Rand seiner Partei hinter dieser historisch einmaligen Meuterei gegen ihren „Parteifreund“. Allen voran der Hardliner Matt Gaetz (41) hatte sich auf McCarthy eingeschossen. Und als dieser kürzlich im Haushaltsstreit auf die Demokraten zugegangen war, um einen drohenden government shutdown zu verhindern (also dass der US-Regierung durch eine Haushaltssperre das Geld ausgeht und sie praktisch handlungsunfähig wird), war für Gaetz das Maß voll. Weil er fand, McCarthy habe „die Sache der Konservativen“ verraten, weshalb ihm „nicht mehr zu trauen“ sei, erzwang der Abgeordnete aus Florida mit seinem Antrag die Abstimmung über den Posten des einflussreichen Vorsitzenden.

Ironischerweise war es McCarthy selbst, der seinen parteiinternen Rivalen den Hebel in die Hand gegeben hatte, mit dem sie ihn jetzt aus dem Amt beförderten. Denn bei seiner Wahl im Januar hatte McCarthy demütigende 15. Wahlgänge (!) gebraucht und es am Ende nur geschafft, weil er den Hardlinern große Zugeständnisse machte. Dazu gehörte, dass künftig nur eine Abgeordnete oder ein Abgeordneter die Abwahl McCarthys beantragen konnte. Das ist ihm in diesem parteiinternen Macht- und Richtungskampf zum politischen Verhängnis geworden. Acht abtrünnige Republikaner gemeinsam mit den geschlossenen Demokraten wählten den Kalifornier also ab.

Während die erfolgreichen Meuterer triumphierten, regieren bei den Republikanern nun vor allem Unmut und Ratlosigkeit. Empört sind viele Konservative, dass der kleine Club der Radikalen die Partei wie in Geiselhaft nehmen und McCarthy gegen den Willen der republikanischen Mehrheit zu Fall bringen konnte. Die einst stolze GOP (Grand Old Party) präsentiert sich also in einem desolaten Zustand, heillos zerstritten zwischen klassisch Wertkonservativen, Moderaten und treuen Trumpisten. Und das vor dem wichtigen Wahljahr 2024, in dem die Konservativen das Weiße Haus zurückerobern wollen und dafür den Amerikaner:innen zeigen müssten, dass sie auch pragmatisch, kompromissbereit und lösungsorientiert zum Wohle des Landes agieren können! Ratlos sind viele Republikaner, weil derzeit völlig offen ist, ob sich die heillos zerstrittene Partei überhaupt auf eine/n Kandidatin/Kandidaten für die Nachfolge McCarthys einigen kann. Und wer würde sich diesen Schleudersitz noch antun – nach dem historischen Dolchstoß-Drama vom Dienstag?

Die USA dürften also noch eine Weile ohne wirklich handlungsfähiges Parlament dastehen. Das ist keine gute Nachricht angesichts der drängenden innenpolitischen Aufgaben (u.a. muss ein neuer Staatshaushalt beschlossen werden) und der außenpolitischen Herausforderungen (u.a. Streit über Fortsetzung der Ukrainehilfe). Nach dem Sturz McCarthys werden die Erschütterungen noch lange zu spüren sein.

Das war los im NEWSiversum

Leseherbst – drei Lesetipps …für die Herbstsonne auf der Terrasse oder zum Einkuscheln auf der Couch

Die News-Crew ist auch eine echte “Lese-Crew”. Was euch nochmal ein Stück cooler macht… ?Wir haben in der Vergangenheit ab und an Buchtipps für euch aufgeschrieben – und jedes Mal gab’s dafür von eurer Seite aus ganz viel Begeisterung. Passend zu den ersten echten Herbsttagen dachten wir, es ist Zeit für neue Lesestoff-Empfehlungen, exklusiv an die Adresse der Crew. 

Die Good News der Woche bringt uns heute die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Jährlich sterben in Afrika fast eine halbe Million Kinder an der von Mücken übertragenen Krankheit Malaria. 2021 gab es weltweit insgesamt etwa 247 Millionen Krankheitsfälle und 619.000 Todesfälle, 95 % davon in Afrika.

Zwar gibt es mit Mosquirix bereits einen wirksamen Malaria-Impfstoff, doch der reicht bei weitem nicht aus. Bis zum Jahr 2025 konnten lediglich 18 Millionen Dosen eingeplant werden – und das für 12 afrikanische Staaten.

Nun hat die WHO beschlossen, einen zweiten Impfstoff zu empfehlen, um den Unterschied zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen. Der neue Impfstoff mit der Bezeichnung R21/Matrix-M ergänzt nun den ersten Malaria-Impfstoff Mosquirix.  Dabei handelt es sich um einen leicht einsetzbaren Impfstoff, der in großen Mengen und zu geringen Kosten hergestellt werden kann, sodass Hunderte Millionen Dosen an betroffene Länder geliefert werden können. Mindestens 28 Staaten planen, „R21/Matrix-M“ durch nationale Impfpläne einzuführen.

Als erstes Land hat Ghana im Frühjahr den Impfstoff zugelassen. Der neue Impfstoff könne den Untersuchungen zufolge innerhalb eines Jahres dazu beitragen, in betroffenen Gebieten die Zahl der symptomatischen Malariafälle um 75 Prozent zu reduzieren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

"Das hat das Potenzial, jedes Jahr Zehntausende Menschenleben zu retten", sagte Hanna Nohynek, die Vorsitzende der Strategisch Beratenden Expertengruppe für Impfungen der WHO.

Mit diesen guten Nachrichten verabschiede ich mich ins Wochenende!

Herzlichst aus Hamburg,
Elisabeth