Wolke Hegenbarth sieht Veränderung als Chance

Kennt ihr das? Ihr trefft eine Person – und es macht klick. So ging es mir vor über zwei Jahren mit Schauspielerin Wolke Hegenbarth. Wir saßen gemeinsam auf einem Panel zum Thema Vereinbarkeit, doch mir sind vor allem die Gespräche mit Wolke vor und nach dem Talk in Erinnerung geblieben. Seitdem stehen wir in Kontakt und tauschen uns regelmäßig aus.

Bei ihr gab es im vergangenen Jahr einige spannende Veränderungen… aber lest selbst – im Friday Feelings Interview mit Wolke Hegenbarth!

Wolke Hegenbarth sieht Veränderung als Chance (Foto: mara mea)

Liebe Wolke. Im vergangenen Jahr hat sich bei dir einiges verändert. Neben der Schauspielerei, berätst du mittlerweile erfolgreiche Menschen im sicheren Auftreten und bist Unternehmerin.

Viele haben Angst vor Veränderung, bleiben lieber in ihrem gewohnten Fahrwasser. Was bedeutet Veränderung für dich?

Veränderung ist für mich ein Wort, das ich mit Weiterentwicklung verbinde. Ich bin zum Beispiel total froh, dass ich mich in den letzten Jahren verändert habe. Natürlich bin ich nicht mehr die Person, die ich mit 20 war und das macht mich außerordentlich glücklich. Ha ha. Mein Leitspruch war immer: 

Wer nur tut, was er schon kann, bleibt immer nur der, der er schon ist!

Diese Aussage stellt für mich eine große Motivation dar. Denn ich möchte nicht immer nur die bleiben, die ich schon immer war.

Veränderung und damit Weiterentwicklung sind seit je zwei Konstanten in meinem Leben.

Das Mutter-sein und die damit verbundene grundsätzlich andere Logistik ( eine 60 Stunden Arbeitswoche, 600 km entfernt. Von meinem Wohnort kommt einem Leben mit Kleinkind nicht gelegen ) das hat mich dazu veranlasst, auch außerhalb meines „Lieblings-Tellerrandes“  Film zu schauen und zu überlegen, welche Felder mich beruflich ähnlich glücklich machen könnten. Herausgekommen ist ein Coaching für Präsenz, Auftritt und Wirkung inklusive einer Master Class zum Thema Sichtbarkeit . Und auch meine Tätigkeit als Unternehmerin mit unserer woman brand Mara mea wo wir Frauen in allen Lebenslagen mit unseren Produkten einen schönen Begleiter stellen möchten.

Mit Gründerin Dorina betreibst du nun das Berliner Label „Mara Mea“. Wer hat da wen gefunden? Und warum seid ihr ein gutes Team?

Seit April 2024 sind Dorina und ich offiziell Geschäftsführerinnen des Labels Mara mea. Dorina hat dieses 2015 gegründet und mir letztes Jahr nach unserer erfolgreichen Bauchtaschekooperation eine Miteigentümerschaft angeboten. Mein erster Angestellter Job in meinem Leben ist nun also Geschäftsführerin in Teilzeit. 🙂

Und tatsächlich ist Teilzeit auch hier das Zauberwort! Mit vier Jahren ist Avi zwar nicht mehr ganz klein, aber eben auch noch nicht so groß, dass er mich nicht mehr so viel braucht.
Ich habe in den letzten Jahren einfach gelernt, wie wichtig meine Präsenz hier zu Hause und natürlich insbesondere in seinem Leben ist. Diese Zeit, in der er so klein und auch bedürftig ist, geht ja dann doch relativ schnell vorbei. Ich habe also versucht, mich den Gegebenheiten entsprechend anzupassen. Mit Dorina habe ich eine Partnerin, mit der ich meine Werte komplett teile und wir uns in allen Grundsatzfragen zum Thema Arbeiten & Leben und auch Vereinbarkeit von Kind und Karriere einig sind.

Mit Dorina habe ich darüber hinaus eine Partnerin gefunden, die tatsächlich alles kann, was ich nicht kann! Ha ha. 

Aber tatsächlich empfinde ich uns gemeinsam als ein sehr beglücktes Ganzes. Wir ergänzen uns einfach hervorragend in unseren unterschiedlichen Talenten und können so sehr erfolgreich Dinge aus der Taufe heben. Denn am Ende ist das – genau wie beim Film auch – immer eine Gesamtleistung eines Teams. Ich bin überhaupt eine große Freundin davon, im Team zu arbeiten und freue mich sehr, wenn Mara mea in Zukunft noch wachsen darf und wir noch ein paar mehr Frauen Teil unseres Teams nennen können .

Du hast mir vor ein paar Wochen eine eurer wunderschönen Bauchtaschen geschenkt. 

mara mea x Wolke Hegenbarth
Foto: mara mea

Was macht euer Unternehmen und eure Produkte in deinen Augen einzigartig?
Wie kamt ihr auf die Idee sog. Bun Bags zu entwickeln?

Mara mea ist vor neun Jahren als Frauen und insbesondere Mütterlabel mit dem Thema rundum Schwangerschaft und Stillzeit gestartet.

Tatsächlich bin ich 2019 als Kundin in ihren Laden gestolpert, weil ich die Produkte so schön fand. Daraus hat sich langfristig eine Kooperation ergeben, weil ich immer schon Bauchtaschen trug. 

Dorina wiederum hatte seit Jahren schon die Idee, auch eine Bauchtasche zu entwickeln und so kam bei uns das eine zum anderen. 

Ganz klein gestartet- mit ein paar Reststoffbeständen, die sie noch hatte, hat sich das Ganze innerhalb von wenigen Wochen als so erfolgreich dargestellt, dass wir dann voll und ganz ins Bauchtaschebusiness eingestiegen sind.  In Zukunft planen wir, die Kollektion zu erweitern. Es wird Shopper und Laptoptaschen geben, eine kleine Fashion Linie ist in Produktion und eine Yoga Kollektion ist für 2025 geplant. Das ist gleichsam aufregend und wunderschön!

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