Ellis Saturday-Morning Report Vol. 6
Guten Morgen, liebe News-Crew!
Hier kommt meine Zusammenfassung für dich, was in der Welt der Nachrichten diese Woche los war!
Eines meiner Ziele mit dem NEWSiversum ist es, dass ich euch jede Woche bequem auf den neuesten Stand bringe – und zwar auf dem Weg, der zu euch und eurem Leben passt.
So gibt es den Newsletter als E-Mail oder Podcast – und künftig auch per Whatsapp, für diejenigen, die einfach nur kurz die Schlagzeilen der Woche sehen möchten.
Das war die ursprüngliche Idee von mir, als wir vor Monaten das Konzept des NEWSiversums entwickelten. Und seit dem tüftelt das Team an einer guten Lösung: Denn einen journalistischen Newsletter per WhatsApp gibt es so noch nicht. Nun sind wir aber endlich auf der Zielgeraden. Noch in diesem Monat wird es meine persönliche WhatsApp für euch geben. Und zwar am Freitagnachmittag.
Dann hast du die News der Woche auf einen Blick und kannst die ausführlichen Artikel dann am nächsten Morgen im Podcast oder Newsletter nachlesen, solltest du noch mehr zu den Themen wissen möchten.
Übrigens: Die erste Version haben wir gestern still und heimlich verschickt. Solltest du sie nicht bekommen haben, dann klicke auf diesen Link.
Ich bin gespannt auf dein Feedback!
In der News-Welt war diese Woche einiges los und deshalb würde ich sagen: Kaffee in die Hand und los geht’s!
Hier ist der ESMR Vol. 6 als Podcast:
Das war diese Woche wichtig:
1. Jahresbericht der Welthungerhilfe: “Hunger ist weltweit auf dem Vormarsch”
Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie, dazu bewaffnete Konflikte und Kriege. Die Gleichzeitigkeit dieser Krisen führt auch dazu, dass weltweit immer mehr Menschen hungern. “Der Hunger ist weltweit auf dem Vormarsch”, bilanzierte die Präsidentin der Welthungerhilfe, als sie am Donnerstag den Jahresbericht der Welthungerhilfe vorstellte.
735 Millionen Menschen leiden weltweit unter chronischem Hunger, sagen die Vereinten Nationen. Das sind etwas über 9 Prozent der Weltbevölkerung und über 120 Millionen mehr Menschen als noch 2019, also vor der Pandemie.
Alle 13 Sekunden stirbt ein Kind unter 5 Jahren an den Folgen von Hunger.
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat laut WHO die Situation massiv verschärft, da der Export von Grundnahrungsmitteln wie Getreide, Mais oder Ölsaaten aus der Ukraine und Russland unterbrochen sei.Beide Länder gehören zu den wichtigsten Getreideexporteuren weltweit.Besonders dramatisch bleibt die Situation am Horn von Afrika. Die Menschen in Somalia, Äthiopien oder Kenia erleben gerade die schlimmste Dürre seit vier Jahrzehnten. Auch in Pakistan sei die Situation dramatisch, vor allem nach der verheerenden Flutkatastrophe 2022.
“Die gestiegene Zahl bewaffneter Konflikte sowie die Klimakrise haben humanitäre Helfer ‘stark zurückgeworfen’”, sagt Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe.
Die Organisation stellt klar: Hunger ist eines der größten lösbaren Probleme. Und so ist ihr Ziel, gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen den Hunger in der Welt bis 2030 zu besiegen. Darum kritisiert die Welthungerhilfe die Pläne der Bundesregierung, im kommenden Jahr die finanzielle Unterstützung für humanitäre Hilfe um eine Milliarde zu kürzen. Das sei “absolut inakzeptabel." Denn um das große Ziel zu erreichen, brauche es auch politische Unterstützung. Dazu Thieme: „Wir benötigen politischen Willen und Einigkeit, die nötigen Schritte zur Bekämpfung des Hungers zu gehen. Hierzu gehören ausreichende Finanzierungen für nachhaltig wirkende Maßnahmen genauso wie Frieden. Kriege und Konflikte müssen beigelegt werden. Und dann benötigen wir grundlegende Reformen für ein gerechtes und nachhaltiges Ernährungssystem.“
2.Mehr Naturschutz! Dafür hat am Mittwoch das EU-Parlament gestimmt.
Der Abstimmung ging ein wochenlanger Streit voraus. Viele Konservative, wie die ID-Fraktion (der auch die AfD angehört) und Liberale hatten sich gegen das Gesetz ausgesprochen und einen Antrag auf Ablehnung des Vorhabens eingereicht.Doch der Gesetzentwurf ging mit knapper Mehrheit durch und nun kann das Parlament mit den Mitgliedstaaten über die endgültige Ausgestaltung des Gesetzes verhandeln. So stehen die Chancen gut, dass das Gesetz noch vor den Europawahlen im kommenden Jahr verabschiedet wird.
Laut EU-Komission sind 80 Prozent der Lebensräume in der EU in schlechtem Zustand.
Der Entwurf sieht vor, dass bis 2030 mindestens 20 Prozent dieser gefährdeten Ökosysteme wiederhergestellt werden. So sollen z. B. Wälder wieder aufgeforstet, Städte begrünt und trockengelegte Moore wieder renaturiert werden. Auch sollen bestäubende Insekten besser geschützt und schädliche Fischereimethoden reduziert werden.
Das Gesetz ist Teil des sogenannten “Green Deal” der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Das Ziel ist, Europa nachhaltig umzubauen. Damit bekommt die CDU-Politikerin Kritik aus den eigenen Reihen. Viele der Christdemokraten vertraten die Sorge der großen Bauernverbände, dass die Landwirtschaft künftig durch die vielen Vorhaben und Vorgaben zu eingeschränkt sein würde.
Umweltschutzverbände und Befürworter des Gesetzes im Europaparlament zeigten sich nach der Abstimmung hingegen erleichtert. „Die heutige Abstimmung ist ein wichtiger Sieg für den Natur- und Klimaschutz und den demokratischen Gesetzgebungsprozess“, erklärte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Sascha Müller-Kraenner am Mittwoch. Er machte aber auch klar, dass die Vorhaben weit von dem entfernt seien, was aus wissenschaftlicher Sicht für den Naturschutz nötig wäre.
3. Auswandern?! Hier lebt es sich als Auswander:in am besten (oder eben auch nicht…)
Deutschland gehört zu den unbeliebtesten Ländern für Auswanderer…
Zunächst hatte mich die Meldung an sich nicht so überrascht, denn wir Deutsche sind ja nicht gerade für unsere Freundlichkeit und Offenheit bekannt. Doch als ich die Zahlen sah, war ich doch etwas erschrocken, dass Deutschland SO schlecht abschneidet:
In der Umfrage des Auswanderer-Netzwerks InterNations wurden 12.000 Auswanderer mit 177 Nationalitäten aus 172 Ländern befragt. In der landete Deutschland auf Platz 49 – von insgesamt 53 Plätzen (Schlusslicht ist Kuwait).
So gaben 55 Prozent der Befragten an, es sei schwer in Deutschland Kontakt zu den Einheimischen aufzubauen (weltweit sagten das 36 Prozent), 59 Prozent haben Schwierigkeiten in Deutschland eine Wohnung zu finden (weltweit 31 Prozent) und 56 Prozent hätten Probleme im Umgang mit den Behörden hierzulande (das sind weltweit 38 Prozent).
Die Digitalisierung in Deutschland wurde ebenfalls bemängelt; ein Befragter aus Frankreich wird in der Studie zitiert: “Es ist oft unmöglich, mit Karte zu zahlen. Digitalisierung ‚made in Germany‘ ist ein Witz.“
Positiv bewertet werden allerdings der Arbeitsmarkt und die Arbeitsplatzsicherheit. Da ist Deutschland auf Platz 5. Auch die Infrastruktur für Autos und die gute Verfügbarkeit umweltfreundlicher Dienstleistungen und Waren wird als positiv wahrgenommen. Auf Platz 1 ist übrigens Mexiko, gefolgt von Spanien und Panama.
Auf der Website ging ein Magazin-Beiträge online!
Vergangene Woche war ja das Thema Elterngeld in aller Munde.
Die Pläne des Familienministeriums, die Einkommensgrenze für das Elterngeld von 300.000 Euro auf 150.000 Euro zu senken, wurde nicht nur auf Social Media diskutiert. Auch bei uns in der Redaktion gab es lebhafte Wortwechsel. Sandra, Mama von drei Kindern, die bei uns im Team das Marketing macht, findet die Senkung nicht gut – sie gehört zu den „Priveligierten“, über die seit gestern viel diskutiert wird. Sie sagt: Ohne Elterngeld hätte sie sich eventuell gegen Kind Nummer drei entschieden. Hier geht es zu ihrem Meinungsartikel.
Daraufhin meldete sich Leserin Lisa zu Wort. Sie ist Mama von zwei Kindern, empfindet Teile des Petitionstextes als einen Schlag ins Gesicht für Menschen, die wie sie, ebenfalls hart arbeiten – aber ohne ein hohes Gehalt nach Hause fahren. Ihren Artikel lest ihr hier.
Auf Instagram gab es ein letztes Mal die beliebte Rubrik "Mittwoch News", die jetzt in die Sommerpause geht. Aber keine Sorge: Ab September ist sie aber wieder da!
Weg mit der Wegwerfgesellschaft
“Es ist an der Zeit, das Wirtschaftsmodell einer Wegwerfgesellschaft ‘nehmen, herstellen, entsorgen’ zu beenden. Das sagte die sozialdemokratische Berichterstatterin des Europäischen Parlaments, Alessandra Moretti.
Das EU-Parlament möchte die Vernichtung unverkaufter Elektrogeräte und Textilien künftig verbieten.Denn gerade in der sogenannten “Fast Fashion” ist es ganz normal, dass Klamotten und Schuhe, die billig produziert werden, am Ende geschreddert werden, sollten sie nicht verkauft werden.
Diese Praxis hat sich durch den Online-Handel in den vergangenen Jahren verstärkt. Denn in vielen Fällen kostet es zu viel Zeit und Geld, zurückgeschickte Artikel aufzuarbeiten (zu bügeln, neu zu verpacken, etc.) und dann weiterzuverkaufen. Und so landet zurückgegebene Ware oft im Shredder.
Außerdem soll es künftig Regeln geben, um Produkte länger haltbar zu machen. Das betrifft beispielsweise technische Geräte. Für diese sollen künftig über einen angemessenen Zeitraum Ersatzteile oder Software-Updates angeboten werden. Meiner Meinung nach sind solche Regeln längst überfällig und daher definitiv gute Neuigkeiten!
So, liebe News-Crew. Das war das Wichtigste der Woche. Wir lesen uns an dieser Stelle kommende Woche zur gewohnten Zeit. Ich melde mich dann aber aus einem anderen Land… 😉 Woher, das erfahrt ihr dann!
Herzlichst, Elisabeth








